Unsere Lieblingsspiele

Ludonix - das sind Rainer, Adrian und Lena. Verkörpert in unserem Spieledruiden, der euch auf der ganzen Seite begleitet. Was uns verbindet, ist die Faszination für Brettspiele. Wir lieben die Herausforderungen, das Knobeln, die Erfahrungen - aber vor allem das Beisammensein. In diesem Blogartikel stellen wir dir unsere Lieblingsspiele vor.

Gruppenfoto Ludonix Zytglogge
Rainer Sechseck

Terra Mystica

Bei einer meiner vielen Suchen im Internet nach dem nächsten Spiel bin ich auf Terra Mystica gestossen. Ein Spiel, bei dem nur die Taktik über Sieg oder Niederlage entscheide. Ausgestattet mit unterschiedlichen Völkern? Ich war sofort gefangen und geniesse nichts mehr, als bei einer Partie jeden meiner Züge - und auch die Züge meiner Mitspieler*innen durchzurechnen.

Terry Mystica ist das wohl ausgeklügeltste Expertenspiel überhaupt. Das Spiel  kommt in einer schweren Schachtel und ist vollgepackt mit Spielmaterial.  Enthalten sind verschiedene Völker, ein Spielplan und diverse Spielfiguren.  Jedes Volk hat bestimmte Eigenschaften und bestimmt damit deine Spielweise. Du  versuchst dann mit jedem Volk, Landstücke auf dem Spielplan so zu „terraformen“,  dass dein Volk darauf bauen kann. Indem du Gebäude baust, erhöhst du dein  Einkommen für die nächste Runde. Doch Achtung, deine Mitspieler*innen versuchen  dasselbe. Und obwohl du von der Nachbarschaft profitierst, ist der Platz auf dem  Spielplan begrenzt. Dein Ziel ist es, mit den einzelnen Gebäude eine Stadt zu  bilden. So erhöhst du deinen Einfluss. Am Schluss gewinnt, wer am meisten  Siegpunkte hat.

Das Spiel zeichnet sich durch seine Eleganz aus. Die  Regeln des Spiels sind zwar anspruchsvoll, aber in sich sehr logisch. Wenn man  mal drin ist im Spiel, so gibt es nichts mehr zu erklären, die Aktionen sind  allesamt perfekt durchdacht und der Spielplan unterstützt dich symbolisch. Trotz  dieser Einfachheit (für ein Expertenspiel) ist das Spiel unglaublich komplex. Es  macht Spass, die Sondereigenschaften des eigenen Volks richtig einzusetzen. Denn  nur wer das schafft, hat überhaupt eine Chance zu gewinnen. Egal, wie  strategisch du bist. Am Schluss des Spiels wirst du jeden Zug durchdenken und  dir ausrechnen, was welcher Zug des*der Gegner*in nun für dich bedeutet. Die  Spannung ist manchmal kaum noch auszuhalten, bis dann endlich klar ist, wer nun  die meisten Punkte hat.

Adrian Sechseck

Brass Birmingham

Ich weiss nicht mehr, was zuerst da war, meine Faszination für Brass Birmingham oder die für den Spieleautor Martin Wallace. Auf jeden Fall brilliert das Spiel durch seine wunderbare Aufmachung und ist das wohl ausgeklügeltste Wirtschaftsspiel überhaupt. Ich liebe es, meinen Mitspieler*innen die Wege zu verbauen - oder eben nicht zu bauen.

Brass Birmingham ist das absolute Lieblingsspiel von Adrian. Im Expertenspiel  geht es darum, die englischen Städte in zwei Runden zuerst mittels Schiff- und  dann mittels Zugverbindungen zu erschliessen. Doch sei vorsichtig, wie viele  Städte willst du für deine Mitspieler*innen zugänglich machen? Welche Ressourcen  willst du nur für dich behalten indem du die Städte nicht an das Netz  anschliesst? In Brass Birmingham baust du mithilfe von Karten Gebäude im alten  England zur Zeit der industriellen Revolution. Dabei gibt es eine ausgeklügelte  und spezielle Handhabung der Ressourcen. Liegen die Rohstoffe auf dem Spielplan,  so sind diese für alle zugänglich - ausser das rohstoffproduzierende Gebäude ist  noch nicht an das Schiffs- oder Zugnetz angeschlossen.

Das grosse Brettspiel wirkt anfangs etwas überfordernd. Das viele Material wird von einer langen Anleitung begleitet. Zudem ist beim ersten  Spieldurchgang der Mechanismus des Kartenlegens nicht ganz einleuchtend. Doch überlebst du die erste Runde, wirst du das Spiel hoffentlich lieben. Bei uns  artet ein Durchgang Brass Birmingham meist in einer Knoblerei aus, wer nun am  Schluss noch welche Verbindung bauen wird und damit welche Rohstoffe freischalten wird. Wer Expertenspiele mag, wird an Brass Birmingham garantiert  Gefallen finden.

Lena Sechseck

Scythe

Ich bin ehrlich, ich wollte das Spiel nicht kaufen. Das Thema war für mich anfangs etwas abschreckend. Roboter, die sich bekämpfen? Im Nachhinein bin ich froh, habe ich den vielen guten Rezensionen Glauben geschenkt. Denn Sycthe ist mittlerweile mein Lieblingsspiel. Und ich erkläre dir auch gleich, wieso.

Obwohl die Roboter im Spiel omnipräsent sind, ist Scythe in Wirklichkeit ein ganz normales Brettspiel. Es gibt ein Spielplan mit verschiedenen Ländereien. Jede*r Spieler*in spielt dann ein Volk und versucht damit, die meisten  Siegpunkte zu erreichen. Du befindest dich in der Nachkriegszeit. Der grosse  Unterschied zur realen Geschichte ist aber, dass im Krieg Roboter entwickelt wurden, die nun an deiner Seite kämpfen. Das Setting des Spiels ist wundervoll umgesetzt. Du hast sofort das Gefühl, tatsächlich in dieser Welt zu  leben - obwohl solche Mechs in Wirklichkeit dann doch noch Zukunftsmusik sind.

Im Spiel geht es darum, Ressourcen zu sammeln und mithilfe dieser Ressourcen Gebäude zu  bauen, dein Volk zu entwickeln, Mechs zu bauen und neue Ländereien zu entdecken. Dabei machen die unterschiedlichen Siegmöglichkeiten den Reiz des Spiels aus. Jede*r Spieler*in muss Zwischenziele erreichen. Welche man erreichen will, wählt man sich aber selbst aus. So passiert es dann auch, dass du eine völlig andere Strategie verfolgen kannst als dein Gegenüber. Und so wird jede Partie anders  verlaufen. Und das ist das Schöne am Spiel. Mal spielen wir eine friedliche  Runde und geniessen einfach nur jede*r für sich das Ressourcensammeln und  Gebäude bauen. An anderen Tagen bekämpfen wir uns aber bis aufs Blut. Unsere Spiele haben tatsächlich schon in richtigen Streits ausgeartet. Scythe ist ein  facettenreiches Spiel, dass dich begeistern wird. Von den Regeln her einfach (für ein Expertenspiel), zu spielen aber nie langweilig.

Wir haben dir nun unsere drei absoluten Lieblingsspiele vorgestellt. Nichtsdestotrotz können wir uns an einem Spieleabend nie festlegen, welches Spiel denn nun wirklich auf dem Tisch landen soll. Das war auch der Beweggrund, Ludonix ins Leben zu rufen. Wir verfolgen das Ziel, dir die Entscheidung beim nächsten Spieleabend einfacher zu machen. Lass dir dein nächstes Spiel empfehlen.

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